Hinter einem Rosengitter liegt ein Herz es eint so bitter, heb es auf zertritt es nicht denn es heißt vergess mich nicht!

 

 

Sie war ein Kind vor wenig Tagen;
Sie ist es nicht mehr - wahrlich nein!
Bald ist die Blume aufgeschlagen,
Bald hüllt sie halb sich wieder ein.
Wen kann ich um das Wunder fragen?
Wie? oder täuscht mich holder Schein?

Sie spricht so ganz mit Kindersinne,
So fromm ist ihrer Augen Spiel;
Doch großer Dinge wird' ich inne,
Ich schau in Tiefen ohne Ziel!
Ja Wunder sind's der süßen Minne,
Die Minne hat der Wunder viel!

 

 

Das macht es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind, in Hall und Widerhall,
Die Rosen aufgesprungen.

Sie war doch sonst ein wildes Kind,
Nun geht sie tief in Sinnen,
Trägt in der Hand den Sommerhut
Und duldet still der Sonne Glut
Und weiß nicht was beginnen.

Das macht es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind, in Hall und Widerhall,
Die Rosen aufgesprungen.

 

 

"Mein Herz ich will Dich fragen:
Was ist denn Liebe? sag'!
"Zwei Seelen und ein Gedanke,
Zwei Herzen und ein Schlag!"
Und sprich woher kommt Liebe?
"Sie kommt uns sie ist da!"
Und sprich wie schwindet Liebe?
"Die war's nicht, der's geschah!"
Und was ist reine Liebe?
"Die ihrer selbst vergisst!"
Und wann ist Lieb am tiefsten?
"Wenn sie am stillsten ist!"
Und wann ist Lieb am reichsten?
"Das ist sie, wenn sie gibt!"
Und sprich wie redet Liebe?
"Sie redet nicht, sie liebt!"

 

 

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